Am 19. November 1883 gründet Carl Hermann Lohs eine kleine Strumpffabrik. 1884 baut er auf dem Grundstück ein neues Betriebsgebäude. Durch den Eintritt von Oscar Camillo Schubert und Carl Theodor Lohs entsteht am 1. Januar 1890 die offene Handels-gesellschaft „Hermann Lohs“. 1900 erhält die Firma die Bezeichnung „Lohs & Schubert“.
In den Jahren 1911 bis 1914 wird ein Neubau auf dem Gelände errichtet.
1914 übernimmt der Sohn von Carl Herrmann Lohs, Carl Hans Lohs und dessen Cousin Theodor Walter Lohs die Geschäftsführung. Mitte 1919 erwirbt die Firma die Strumpffabrik Hermann & Bruno Drechsler in Weißbach und verlegt einen Teil der Produktion dahin. Auf neuen Maschinen, z. Bsp. Cottonmaschinen, erweitert sich die Produktpalette um Kinderstrümpfe und rundgestrickte Damenstrümpfe.
Nach großen Schwierigkeiten im Inflationsjahr 1923 beginnt 1924 eine erfolgreiche Zeit. 1925 wird die Ehefrau von Hans Lohs, Clara Johanna Lohs, Gesellschafterin und Theodor Walter Lohs scheidet aus der Firma aus.
Mit der Errichtung von neuen Gebäuden in Weißbach und Dittersdorf sowie dem Ankauf von modernen Maschinen kann das Angebot von Strumpfwaren deutlich vergrößert werden, so dass die Firma ihre Produkte in 26 Länder exportieren kann. 1928 ist das neue Wohnhaus von Carl Hans Lohs, an der Poststraße 30 (heute Rathaus) bezugsfertig. 1938 ist die Gesamtbelegschaft auf 838 Personen angestiegen. Nach schweren Einschränkungen während des 2. Weltkrieges und dem Zwang zur Herstellung von Rüstungsprodukten werden beim Bombenangriff vom 5. März 1945 fast alle Fabrikgebäude in Dittersdorf zerstört. Der Wiederaufbau gestaltet sich sehr schwierig. Am 21. Dezember 1950 stirbt Carl Hans Lohs.
1956 muss Lohs & Schubert eine staatliche Beteiligung aufnehmen. Der Großteil der Produktion wird nach Weißbach verlegt.
Im Werk in Dittersdorf wird am 1. Januar 1957 die Lehrwerkstatt des VEB Möbelstoff- und Plüschweberei Karl-Marx-Stadt eingerichtet, die bis in die Mitte der 1970-er Jahre verbleibt. Nach der Enteignung und Verstaatlichung 1972 produziert man unter der Bezeichnung „VEB Strumpfwerke Weißbach/Dittersdorf“ weiterhin Damen-, Herren- und Kinderstrümpfe. 1983 bis 1990 untersteht der Betrieb dem Strumpfwerk „Max Roscher“ in Gornau, welches dem Kombinat ESDA Thalheim unterstellt ist.
Nach der Wende 1989 wird, unter der Führung des Urenkels des Firmengründers,
Dr. Bernd Uhlmann und des Betriebsleiters Wieland Herzog, eine Reprivatisierung erwirkt. Die Firma heißt nun „Lohs & Schubert Strumpfwerke GmbH Dittersdorf“. Es werden
75 Mitarbeiter beschäftigt. Jedoch muss 1995 Konkurs angemeldet werden und es erfolgt die Zwangsvollstreckung.
1998 übernimmt Rainer Hollnagel einen Teil der Gebäude und richtet seine Firma „FLEXIVA automation & Robotik“ ein. Neben den Betriebsräumen werden Wohnungen und Verkaufsräume eingerichtet.
Den landwärts rechtsseitigen Betriebsteil kauft 1996 Frank Degen und betreibt seitdem die Firma „Strumpfwaren Frank Degen Dittersdorf“.