Vor der Gründung der „Dittersdorfer Filz- und Kratzentuch Fabrik AG“ wurde bereits in der Spinnerei von Christian Gottlieb Liedloff Schafwolle zu Filzen verarbeitet.
Die Gründung der Fabrik erfolgte auf Initiative des Unternehmers Arthur Gehlert in Zusammenarbeit mit der Dresdner Bank.
Von 1900 bis 1932 wurde die Fabrik von Wilhelm Schunke geleitet und entwickelt, so dass sie ein Zweigwerk im böhmischen Zatec erwerben konnte und die Filze ein hohes Niveau hatten, was einen beträchtlichen Export nach Westeuropa und Übersee zur Folge hatte. Nach dem Tod von Wilhelm Schunke (1933) übernahm dessen Sohn Dr. Ernst Schunke die Leitung der Firma. Nach 1945 wurde die Firma weiter betrieben, musste jedoch im März 1958 einen Vertag zur Aufnahme staatlicher Beteiligung mit der Deutschen Investitionsbank abschließen. Die Firma nannte sich nun „Dittersdorfer Filzfabrik Schunke & Co.KG“ und wurde von Dr. Ernst Schunke und Werner Lindner als Geschäftsführer geleitet. 1972 erfolgte die Verstaatlichung des Betriebes und die Filzfabrik wurde ein Teilbetrieb des Kombinates VEB Technische Filze Wurzen. In der Folge wurden ständig Baumaßnahmen und Investitionen für neue Technologien vorgenommen. 1982 wurde das alte Färbereigebäude abgerissen und es entstand eine neue Gebäudeeingliederung, in deren Räumen mit modernsten Färbeapparaten produziert werden konnte.
Am 4. März 1990 brannte der Mittelteil der Fabrik aus.
Nach der Wende gelang der Einstieg in die Marktwirtschaft nicht, so dass 1993 die Insolvenz angemeldet werden musste und die Firma stillgelegt wurde. 1999/2000 wurden die Gebäude abgerissen. In der Folge entstand ein neues Gewerbegebiet, in welchem sich die Firmen INTOPLAN GmbH Bauchemie, Fleischerei Nagy GmbH und CSS Container Service Schwarzer GmbH angesiedelt haben.
Zeittafel: